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Heidi

American Staffordshire Terrier-Mischling

  • weiblich
  • geboren: 04/2018
  • im Tierheim seit: 03.09.2018
  • Fundhund

Die kleine Heidi kam als Welpe vor über einem Jahr als Fundtier ins Tierheim und war damals in einem sehr schlimmen Zustand. Sie sah aus wie von Motten zerfressen, litt unter einem starken Milbenbefall und war allgemein sehr ungepflegt. Davon ist heute nichts mehr zu sehen, ihre größtes Handicap hat sie aber leider immer noch.

 

Schon als Welpe ist Heidi sehr schlecht gelaufen und konnte kaum stehen ohne dass ihre Hinterbeine einsackten. Zuerst dachten wir an fehlende Muskulatur und Heidi bekam Aufbaufutter und regelmäßig Bewegung. Da sich Heidis Gangbild dadurch nur leicht besserte, wurde sie vom Tierarzt genauer untesucht und schließlich zum Spezialisten überwiesen. Das ernüchternde Ergebnis ist leider, dass Heidi an einem neurologischen Problem leidet.

 

Sie hat Veränderungen an der Wirbelsäule die dazu führen, dass sie wenig Gefühl in den Hinterbeinen hat und der Schwanz praktisch gelähmt ist. Zudem leidet Heidi auch noch an einer Beckenblase, ihre Blase ist nicht da, wo sie eigentlich sein sollte. Aus diesen Befunden resultiert Heidis größtes Problem, sie ist komplett inkontinent und zwar Urin und Kot. Sie kann beides nicht bewusst absetzen, sondern verliert dauerhaft Tröpchen und Bröckchen. Auch eine Operation konnte ihr leider nicht helfen.

 

Heidi hat bisher auf einer Pflegestelle gelebt und dort auch problemlos eine Windel getragen. Natürlich ist die Pflege der jungen Hündin dauerhaft sehr aufwendig und da sich die Umstände in ihrer Pflegefamilie leider geändert haben, konnte sie dort nicht mehr bleiben.

 

Heidi ist Menschen gegenüber sehr freundlich und zugänglich, sie verträgt sich in der Regel gut mit Artgenossen und hat in der Pflegefamilie zusammen mit einem Rüden und Kindern gelebt. Eigene Katzen in der Wohnung hat sie in der Pflegefamilie ebenfalls akzeptiert, fremde Katzen oder Kleintiere werden aber gejagt.

 

Allgemein ist Heidi eine selbstbewusste kleine Dame, die sehr neugierig ist und durchaus schon einen kleinen Dickkopf hat. Die Junghündin hat schon ein paar Sachen gelernt, sie hört auf ihren Namen, sie fährt in der Box gut im Auto mit und geht gerne spazieren. Im Kopf ist die behinderte Hundedame topfit und möchte auch beschäftigt werden.

 

Heidi hat den Wesenstest als Welpe erfolgreich bestanden. Trotz Wesenstest und Behinderung gelten auch für Heidi rassebedingt  besondere Regeln, über die sich ihre neue Familie vorab gut informieren sollte.

 

Wegen Heidis Krankheitsbild würden wir sie auch wieder auf eine Pflegestelle vermitteln, idealerweise natürlich einen Dauerpflegeplatz. Interessenten können sich gerne im Tierheim melden um mehr über Heidi zu erfahren.

 


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